Der aktuelle Linux-Kernel:
Stabil: 2.6.29.3
v2.4: 2.4.37.1
v2.2: 2.2.26
LINUX-Infopage

Was ist LINUX?
Distributionen
Gästebuch
Kontakt
Impressum

Informationen

Einführung
Berichte
Befehle
Begriffe

Anwendungen

Multimedia
Browser
Allgemein

News

News-Archiv
Newsletter

Umfrage


Wozu benutzen Sie LINUX hauptsächlich?

zum Arbeiten
zum Spielen
zum Surfen im Internet
sonstiges


GOWEBCounter by INLINE

Midnight Commander

LINUX-Infopage > Berichte: Midnight Commander

Inhalt:

Übersicht

Der Midight Commander (mc) ist ein Verzeichnis-Browser und Dateimanager für Unix-ähnliche Betriebssysteme wie z.B. Linux. Damit eignet er sich hervorragend zur Dateiverwaltung auf Systemen, wo keine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung steht. Aber auch auf Systemen, wo KDE oder GNOME installiert ist, kann MC hervorragend eingesetzt werden, da man nach nur einer kurzen Einarbeitungszeit bereits schnell damit arbeiten kann.

Midnight Commander läuft in der Shell, das Programmfenster besteht aus zwei Hälften, in denen je ein Verzeichnis abgebildet ist. Am oberen Bildschirmrand befindet sich ein Menü, welches mit der Funktionstaste F9 erreicht werden kann. Die wichtigsten Befehle, welche bei der täglichen Arbeit immer wieder benötigt werden, sind am unteren Bildschirmrand abgebildet und können mit Hilfe der Funktionstasten F1-F10 aufgerufen werden.

Auswählen von Dateien

Einzelne Dateien können durch Bewegen des Cursors ausgewählt werden. Sollen allerdings mehrere Dateien ausgewählt werden, so geschieht dies durch Drücken der Einfügen-Taste (Einfg) auf der Tastatur. Dabei wird die Datei markiert auf der siche der Cursor gerade befindet und der Cursor wird zur nächsten Datei vorgeschoben.

Das Auswählen des gesamten Inhalts eines Verzeichnisses erfolgt am einfachsten über das Menü Datei. Mit dem Menüpunkt 'Gruppe auswählen' werden alle Dateien im aktuellen Verzeichis markiert. Zusätzlich gibt es hierzu noch die Punkte 'Gruppe abwählen' und 'Auswahl umkehren', um die Markierungen wieder zu entfernen, bzw. umzukehren.

Kopieren, Verschieben und Löschen

Besonders praktisch ist das zweiseitige Verzeichnisfester beim Kopieren oder Verschieben von Dateien. Hier sucht man sich auf der einen Seite das Quellverzeichnis aus und wechlselt dann durch Betätigen der Tabulator-Taste auf die andere Seite, um hier ein Zielverzeichnis auszuwählen. Nun wechselt man wieder auf die vorige Seite und kann mit F5 einzelne Dateien oder komplette Verzeichnisse auf die andere Seite kopieren oder mit F6 auch verschieben.

Die Taste F6 hat wie der Linux-Befehl 'mv' eine Doppelfunktion. Zum Einen können damit Dateien verschoben werden, zum Anderen aber auch umbenannt werden. Beim Betätigen von F6 in Midnight Commander erscheint ein Fenster, welches auffordert, ein Zielverzeichnis zum Verschieben der markierten Datei einzugeben und enthält als Standardwert bereits den Namen des Verzeichnisses auf der anderen Seite der Verzeichnisansicht. Gibt man hier anstelle eines Verzeichnisnamens einfach einen Dateinamen an, welcher noch nicht existiert, wird die ausgewählte Datei umbenannt.

Die Funktionstaste F8 ermöglicht es, ausgewählte Dateien zu löschen. Soll statt einer Datei ein Verzeichnis gelöscht werden, so wird dieses inklusive aller Unterverzeichnisse und Dateien gelöscht, wobei allerdings sicherheitshalber noch einmal nachgefragt wird.

Dateien anzeigen und bearbeiten

Eine weitere praktische Funktion von Midnight Commander ist die Möglichkeit, Dateien anzeigen und bearbeiten zu können. Mit der Funktionstaste F3 wird die gerade ausgewählte Datei angezeigt. Die Funktionstaste F4 ermöglicht das Bearbeiten von Dateien. Beim Bearbeiten von Quellcode wird hier die Syntax farblich hervorgehoben, wodurch das Programmieren auf diese Weise etwas übersichtlicher wird.

Netzwerk- und FTP-Funktionen

Ähnlich wie lokale Festplatten können mit MC auch Netzwerk-Laufwerke und Laufwerke auf FTP-Servern bearbeitet werden. Dazu gibt es in den Menüs 'Links' und 'Rechts' die Funktionen 'Netzwerkverbindung' und 'FTP-Verbindung', wobei man noch den Namen des Computers in folgender Form eingeben muss:

[benutzer@]computer[:port][remote-verzeichnis]

Die Elemente benutzer, port und remote-verzeichnis sind optional und brauchen somit nur angegeben werden, wenn sie wirklich benötigt werden. Bei FTP-Verbindungen, die z.B. zum Übetragen von Homepages ins Internet benutzt werden, wird hinter dem Benutzernamen, getrennt durch einen Doppelpunkt, noch das Passwort dieses Benutzers übergeben. Dies sieht dann z.B. so aus:

username:password@ftp.abcde.org

Fragen und Anregungen zu diesem Bericht? Schreiben Sie mir eine E-Mail!




nach oben
nach oben

Tipp


Wussten Sie schon?

Es gibt unter Linux sogar die Möglichkeit, sich z.B. Filme an der Textkonsole anzusehen. Derartige Funktionen stellt die Ascii-Art Bibliothek (aalib) zur Verfügung.


Werbung