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NTP - Network Time Protocol

LINUX-Infopage > Berichte: NTP - Network Time Protocol

Inhalt:

1. NTP - Network Time Protocol

Die Abkürzung NTP steht für Network Time Protocol, wodurch die Systemuhren der Rechner, die über das Internet verbunden sind, synchronisiert werden. Die Zeitabweichungen betragen durch NTP in Wide Area Netzwerken (WANs) weniger als Zehntel-Millisekunden. In lokalen Netzwerken ist die Zeitabweichung geringer als eine Millisekunde. NTP ist für fast alle Computer verfügbar, da der Unix NTP-Dämon auf viele Betriebssysteme portiert wurde.

Die Projekthomepage des Network Time Protocol (englisch) mit weiterführenden Informationen: http://www.ntp.org

2. ntpd - NTP-Dämon für Linux

Ntpd ist der Dämon, welcher auf UNIX/Linux-Systemen im Hintergrund läuft und nach einer bestimmten Zeit eine Verbindung zu einem Zeitserver im Internet aufbaut, um die Uhr des Computers richtig zu stellen. Zusätzlich kann dieser Dämon auch selbst als Zeitserver z.B. für ein lokales Netzwerk arbeiten.

Wenn ntpd gestartet wird, wird zuerst die Konfigurationsdatei ntp.conf im Verzeichnis /etc eingelesen, damit der Dämon erfährt, wie er arbeiten soll und welche Zeitserver ihm als Quellen zur Verfügung stehen.

Damit ntpd die genaue Zeit von einem Zeitserver aus dem Internet abfragen kann, muss in der Datei /etc/ntp.conf eine Zeile vorhanden sein, welche mit 'server' beginnt. Ein Zeitserver wird definiert wie folgt:

server clock.isc.org

Bei der Angabe des Servers sind Domainnamen den IP-Adressen vorzuziehen, da sich IP-Adressen schneller verändern können als deren Namen.

Eine Liste mit öffentlichen NTP-Servern finden Sie hier: http://www.eecis.udel.edu/~mills/ntp/servers.html

Mit Hilfe von ntpd können auch andere Computer im Netzwerk automatisch ihre Systemzeit aktualisieren. Wenn auf den anderen Rechnern auch Linux läuft, so sollte auch hier ntpd installiert werden. Die server-Zeile sollte auf den Computern, welche nicht direkt mit dem Internet verbunden sind, die IP-Adresse des Computers enthalten, welcher als Server in diesem Netzwerk gilt und die Internetverbindung für die anderen Computer zur Verfügung stellt.

3. ntpdate - Zeit manuell synchronisieren

Mit dem Befehl ntpdate wird eine manuelle Zeitsynchronisation mit dem/den Server(n) durchgeführt, welche als server-Argument in der Datei /etc/ntp.conf aufgelistet ist/sind.

4. NetTime für Windows

Auch wenn in diesem Netzwerk ein oder mehrere Computer mit dem Betriebssystem Microsoft Windows ausgestattet sind, können auch diese Computer ihre Systemuhr automatisch aktualisieren. Dazu gibt es die Freeware NetTime. Dieses Programm funktioniert ähnlich wie ntpd, ist aber für Microsoft Windows geschrieben worden. Das Programm hat eine automatische Konfiguration, welche den Zeitserver im lokalen Netzwerk selbständig finden sollte. Ansonsten kann die IP-Adresse und der Port (123) für das Simple Network Time Protocol auch manuell eingestellt werden. Mit der Option 'Allow other computers to sync to this computer' fungiert dieser Rechner auch als (lokaler) Zeitserver und andere Computer können zur Abfrage der aktuellen Zeit diesen Computer verwenden, z.B. wenn der eigentliche Server einmal nicht verfügbar sein sollte.

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Tipp


Wussten Sie schon?

Der Befehl 'halt' fährt den Computer herunter. Schalten Sie Ihn erst aus, wenn eine Meldung wie 'runlevel 0 has been reached' erscheint. Viele APM- oder ACPI-konforme PCs schalten sich auch selbständig nach dem Herunterfahren aus.


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